Artikel · Alka Celić
Orientierung vor der nächsten Entscheidung
Wenn bei Ihnen gerade viele Themen gleichzeitig auf dem Tisch liegen, wachsende Anforderungen von außen kommen und der Überblick fehlt, welche Priorität wirklich zählt, brauchen Sie zuerst keine neue Methode, sondern Orientierung. Ich helfe Unternehmen und Organisationen dabei, aus einer unübersichtlichen Lage eine klare Reihenfolge zu machen, indem ich genau zuhöre und ehrlich zurückspiegle. Gemeinsam prüfen wir die Realität. Am Ende wissen Sie nicht nur, was zu tun ist, sondern auch, wie es geht und können danach selbst weiterfahren.
Wenn viele Themen gleichzeitig auf dem Tisch liegen
Die Ausgangssituation kenne ich aus vielen Gesprächen: Kunden fragen nach, Banken fragen nach, der Aufsichtsrat fragt nach. Gleichzeitig laufen im Unternehmen mehrere Themen parallel, Zuständigkeiten sind nicht immer klar verteilt, und die Anforderungen sind in den letzten Jahren spürbar komplexer geworden. Der Druck von außen ist dabei oft gar nicht das eigentliche Problem. Er macht nur sichtbar, was intern schon länger unübersichtlich ist. Wer in dieser Situation direkt anfängt, alles gleichzeitig anzupacken, verliert schnell den Faden und am Ende Zeit und Ressourcen.
Zuhören, um den eigentlichen Schmerz zu verstehen
Bevor ich irgendetwas vorschlage, höre ich zu. Nicht oberflächlich, sondern gezielt, um zu verstehen, wo bei Ihnen der eigentliche Schmerz liegt: nicht nur das, was gerade am lautesten ist, sondern das, was wirklich Wirkung hat. Oft liegt der eigentliche Punkt an einer anderen Stelle als dort, wo der äußere Druck zuerst ansetzt. Das lässt sich nur herausfinden, wenn man genau hinhört, statt schnell in eine Standardlösung zu springen.
Spiegeln und gemeinsam prüfen, ob es trifft
Im nächsten Schritt spiegle ich Ihnen in eigenen Worten zurück, was ich verstanden habe und wo aus meiner Sicht der Schwerpunkt liegt. Dieser Schritt ist bewusst kein Vortrag, sondern ein Angebot zur Überprüfung: Wir gleichen gemeinsam ab, ob meine Einschätzung Ihre Realität trifft oder ob wir noch nachjustieren müssen. Erst wenn wir beide vom Gleichen sprechen, entsteht ein gemeinsames Bild der Lage und genau aus diesem Bild leiten wir ab, welche Punkte Sie zuerst angehen sollten. So wird aus vielen guten Ideen eine klare Reihenfolge: das hier zuerst, das andere später, manches vielleicht gar nicht.
Dieses Vorgehen zeigt sich zum Beispiel auch bei Themen wie Transitionsplänen für mehr Klimaresilienz, wo ebenfalls erst Klarheit über die eigentliche Ausgangslage nötig ist, bevor ein Plan Substanz bekommt.
Von der Klarheit zur Richtungsentscheidung
Sobald die Reihenfolge steht, sind Sie an dem Punkt, an dem strategische Richtungsentscheidungen getroffen werden können und zwar auf Basis eines geprüften, gemeinsam getragenen Bildes. Diese Entscheidungen treffen immer Sie. Meine Rolle ist es, für die Orientierung zu sorgen, nicht die Entscheidung zu übernehmen. Wenn gewünscht, begleite ich Sie danach auch ins Tun, etwa wenn aus einer Richtungsentscheidung konkrete Strukturen, Prozesse oder Verantwortlichkeiten aufgebaut werden müssen, wie ich es beispielsweise bei der ESG-Umsetzungsbegleitung mache.
Gerade bei Themen mit regulatorischem Hintergrund, etwa der neuen Verpackungsverordnung PPWR zeigt sich, wie wichtig eine klare Priorisierung ist, bevor man sich in Details verliert. Wer weiß, was zuerst wirkt, spart sich unnötige Umwege.
Sicher durch die schwierige Passage
Das Ziel dieser Arbeit ist nicht, dass Sie dauerhaft auf externe Begleitung angewiesen sind. Am Ende sollen Sie verstehen, wie die Dinge zusammenhängen und was zuerst zu tun ist. Und Sie sollen wissen, wie es geht. Ich vergleiche das gern mit einer schwierigen Passage bei einer Fahrt: Ich helfe Ihnen sicher hindurch, aber danach steuern Sie selbst weiter. Das ist auch der Grund, warum ich in Seminaren und Workshops Wissen so vermittle, dass es im Unternehmen bleibt, statt an eine externe Person gebunden zu sein.
Auch aktuelle Entwicklungen wie die Diskussion, dass Nachhaltigkeit 2026 nicht mehr zwangsläufig „das ganz Große" bedeuten muss, zeigen, dass klare Priorisierung wichtiger ist als möglichst viele Maßnahmen gleichzeitig. Dazu mehr im Beitrag Nachhaltigkeit 2026.
Key Takeaways
- Äußerer Druck, z.B. von Kunden, Banken oder Aufsichtsrat, ist oft nur der Anlass, nicht das eigentliche Problem.
- Der erste Schritt ist genaues Zuhören, um zu verstehen, wo der eigentliche Schmerz liegt.
- Durch Spiegeln und gemeinsames Prüfen entsteht ein gemeinsames Bild der Lage, die Basis für eine klare Reihenfolge.
- Strategische Richtungsentscheidungen treffen immer Sie; die Orientierung dazu liefere ich.
- Ziel ist, dass Sie am Ende selbst wissen, wie es geht, und die schwierige Passage danach eigenständig weiterfahren können.
Weiterführende Informationen zu Nachhaltigkeitsberichterstattung und den zugrundeliegenden Standards finden Sie auch bei der EFRAG, die die europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattungsstandards (ESRS) entwickelt.